Grüner Star
(Glaukom)

Netzhauterkrankungen

Katarakt

Grauer Star

Als Grauen Star bezeichnet man eine Trübung der Augenlinse. Die häufigste Ausprägung ist der sogenannte Altersstar, der meist ab dem 60. Lebensjahr auftritt. Der Graue Star ist in der modernen Medizin durch eine Kataraktoperation schnell und effektiv behandelbar. 

Symptome

Die Symptome des Grauen Stars sind abhängig vom Stadium. Das viel zitierte „Schleiersehen/Grausehen“ wird erst im fortgeschrittenem Stadium vom Patienten wahrgenommen.

Frühstadium

Leicht erhöhte Blendempfindlichkeit, verminderte Kontrastwahrnehmung, die das Sehen in der Dämmerung oder bei Dunkelheit erschwert. Beginnendes unscharfes Sehen in der Nähe und/oder der Ferne.

Fortgeschrittenes Stadium

Zunehmendes Schleiersehen, stärker eingeschränkte Farb- und Kontrastwahrnehmung mit der Folge einer schlechten Nachtsicht und einer farbärmeren Tagsicht sowie erhöhte Blendempfindlichkeit.

Wie wird der Graue Star behandelt?

Gegen den Grauen Star gibt es nur eine sinnvolle Maßnahme: die Katarakt- oder „Star“-Operation. Der Graue Star kann nicht mit Medikamenten geheilt werden. Im Frühstadium kann durch eine Änderung der Brillenstärke vorübergehend eine Verbesserung der Sehleistung erzielt werden. Letztendlich ist aber eine Operation und das Einsetzen einer neuen, künstlichen Linse die einzig effektive Behandlungsmöglichkeit.

Sie haben Fragen zu der Grauen-Star-OP?
Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Glaukom

Grüner Star

Grüner Star (Glaukom) ist eine anfangs fast symptomfreie, aber gefährliche Erkrankung, die im späteren Stadium zum Verlust von Nervenzellen der Netzhaut und zu einer Schädigung des Sehnervs führen kann.

Symptome

Typisch für die späten Stadien einer Glaukomerkrankung sind punkt- oder bogenförmige Ausfälle im Gesichtsfeld, die sich anfangs auf den Randbereich beschränken. Mit dem Fortschreiten der Krankheit kann es zu großflächigen Ausfällen kommen, die letztlich nur noch eine Sehleistung im zentralen Bereich zulassen oder zu einer vollständigen Erblindung führen. Im Frühstadium werden diese Gesichtsfeldausfälle häufig durch das Gehirn kompensiert und können nur durch eine augenärztliche Untersuchung erkannt werden.

Diagnostik

In unseren Praxen bieten wir eine hochmoderne Diagnostik zur Früherkennung und Verlaufsbeurteilung eines Glaukoms an: wir prüfen u. a., ob bei Ihnen Gesichtsfeldausfälle vorliegen (Perimetrie), messen Ihren Augeninnendruck sowie die Hornhautdicke und können Schädigungen des Sehnerven mit der äußerst sensitiven Nervenfaserschichtanalyse beurteilen.

Therapie

Medikamentöse Therapie:

In aller Regel wird ein Glaukom zunächst medikamentös mit Augentropfen behandelt, die den Augendruck senken. Vielen Patienten kann damit geholfen werden.

Operative Behandlung

Wenn die Behandlung mit Augentropfen nicht ausreichend oder die Anwendung schwierig ist, haben wir zusätzlich die Möglichkeit mittels bestimmten Laser- oder Operationstechniken den Augendruck zu senken:

Kanaloplastik:

Die Kanaloplastik ist eine neu entwickelte, minimal-invasive Technik zur operativen Behandlung des Glaukoms. Bei der Kanaloplastik wird der natürliche Abflusskanal des Auges mit einem speziellen Mikrokatheter erweitert. Damit verbessert sich der natürliche Abfluss des Augenwassers.

Trabekulektomie:

Dies ist heute die Standardoperation beim chronischen oder Offenwinkelglaukom. Bei dieser Operation wird ein neuer Abfluss für das Kammerwasser unter die Bindehaut geschaffen.

Selektive Laser Trabekuloplastik:

Bei diesem neuen und schonenden Laserverfahren wird durch Laserherde, die in das Trabekelnetzwerk (Halteapparat der Iris) gesetzt werden, eine Verbesserung des Kammerabflusses erreicht. Der Eingriff wird unter lokaler Betäubung ambulant durchgeführt und ist für den Patienten meist schmerzfrei.

Laser-Iridektomie:

Sie dient ausschließlich zum Ausgleich von Druckdifferenzen zwischen der vorderen und hinteren Augenkammer (z.B. beim akuten Winkelblockglaukom). Die Druckdifferenz wird beseitigt, indem mit einem Laser ein kleines, Loch in den Rand der Regenbogenhaut gestanzt wird.

Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Makuladegeneration

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist in Deutschland die häufigste Ursache für eine Erblindung bei den über 50-Jährigen. Durch frühzeitiges Erkennen und eine gezielte Behandlung lässt sich eine Erblindung in den meisten Fällen deutlich hinauszögern oder sogar verhindern.

Symptome

Die Sehstörungen bei der AMD äußern sich je nach Stadium ganz unterschiedlich:

  • unscharfe Konturen und schwache Kontraste
  • erhöhte Blendungsempfindlichkeit
  • gerade Linien erscheinen wellig oder verzerrt (sog. „Metamorphopsien“)
  • grauer, unscharfer Fleck, der im zentralen Sichtbereich beginnt und sich im weiteren Verlauf weiter ausbreitet (fortgeschrittenes Stadium)

Wenn anfangs nur ein Auge betroffen ist, werden die fehlenden oder fehlerhaften Informationen des kranken Auges vom gesunden Auge lange Zeit ausgeglichen und Frühstadien einer AMD werden häufig spät erkannt.

Diagnostik

Wir bieten in unserem Makulazentrum Augsburg die neuesten Verfahren für eine umfassendende Diagnostik und Verlaufskontrolle von Makulaerkrankungen, wie z.B.
  • die Fluoreszenzangiographie (FLA)
  • die Optische Kohärenztomographie (OCT)
  • die Blue Laser Autofluoreszenz (BluePeakTM)

Therapie

Seit einigen Jahren stehen sehr effektive und moderne Therapieverfahren zur Behandlung der feuchten AMD (einer Form der AMD, die schnell zur Verschlechterung der Sehfähigkeit führt) zur Verfügung: Sog. VEGF-Hemmer werden in regelmäßigen Abständen direkt in den Glaskörper injiziert (Intravitreale Injektion).

VEGF steht für Vascular Endothelial Growth Factor – ein Wachstumsfaktor der für die Erneuerung von Blutgefäßen verantwortlich ist. Dieser Faktor ist bei der AMD überaktiv und es wachsen neue, undichte Blutgefäße in die Netzhaut ein.

VEGF-Hemmer wie z.B. Lucentis®, Eylea® und Avastin® können diese Überproduktion aufhalten, sodass krankhafte Gefäßneubildungen verhindert werden und das bereits erkrankte Netzhautgewebe sich erholen kann. Der Glaskörperraum des Auges wirkt dabei als Medikamentenreservoir und gibt über mehrere Wochen permanent Wirkstoff an die Netzhaut und die Aderhaut ab. Die Behandlung ist effektiv und dank betäubender Augentropfen nahezu schmerzfrei, allerdings muss sie in regelmäßigen Zeitabständen wiederholt werden, ebenso wie auch regelmäßige Kontrolluntersuchungen notwendig sind.

Durch die intravitreale Injektion von VEGF-Hemmern lässt sich das Fortschreiten der feuchten AMD in vielen Fällen aufhalten, manchmal bessert sich dadurch sogar die Sehleistung.

Moderne Netzhaut-Diagnostik

Netzhauterkrankungen

Die Netzhaut ist für das Auge, was der Film für die Kamera ist. Sie erzeugt die Bilder, die über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet und wahrgenommen werden.

Die etwa 130 Millionen Sinneszellen in der Netzhaut des Auges sind anspruchsvoll: Jede Störung des Stoffwechsels kann sie irreparabel schädigen. Erkrankungen führen häufig zu starken Beeinträchtigungen des Sehens oder sogar zur Erblindung.

Symptome von Netzhauterkrankungen

  • Verschlechterung des zentralen und des peripheren Sehens
  • Verzerrtes Sehen
  • Wahrnehmung von plötzlichen Lichtblitzen
  • Schwärme von schwarzen Punkten, die am Auge vorbei ziehen
  • Ein eingeschränktes Gesichtsfeld
  • Wahrnehmung von Schatten
 

Bei einem oder mehreren dieser Symptome sollte dringend der Augenarzt aufgesucht werden, da eine Erkrankung der Netzhaut vorliegen könnte.

Diagnose und Behandlung

Hornhauterkrankungen

Alles, was die Hornhaut trübt oder verkrümmt, wirkt sich negativ auf die Sehleistung aus. Eine Hornhauterkrankung macht sich deshalb irgendwann durch schlechte Sicht bemerkbar. Jedoch können einige Krankheiten sehr langsam verlaufen und im Frühstadium nicht erkannt werden. 

Symptome

Eine Hornhauttrübung bemerken Sie durch ein Nachlassen der Sehschärfe und erhöhte Blendempfindlichkeit. Bei dem „trockenen Auge“ verschlechtern beispielsweise Sehanstrengungen wie Lesen oder Computerarbeit die Symptome.
Die Augenkrankheit Keratokonus macht sich zuerst durch häufige Änderungen der Brillenstärke bemerkbar. Auch Doppelbilder, Schlieren und sternförmige Strahlen können auftauchen.

Achten Sie vor allem auf:

  • Häufig wechselnde Brillenstärke
  • Milchiges, verschwommenes Sehen
  • Schwankende Sehkraft im Tagesverlauf
  • Blendempfindlichkeit
  • Rötung und Brennen des Auges (Sandkorngefühl)

Diagnostik

Hornhauttopographie 

Die Hornhautoberfläche ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Mit Hilfe der Hornhauttopographie ist es möglich, eine dreidimensionale bildliche Darstellung der Hornhautoberfläche zu erzeugen. Der Nutzen dieser Untersuchung ist vielfältig. Sie ermöglicht es, krankhafte Veränderungen der Hornhaut schon frühzeitig zu erkennen (z. B. krankhafte Auswölbungen der Hornhaut – Keratokonus). 

Pachymetrie (Hornhautdickenmessung) 

Die individuelle Hornhautdicke eines jeden Menschen hat einen starken Einfluss auf die Exaktheit der Augeninnendruckmessung. Die Messung der Hornhautdicke ergibt für jede Hornhaut einen eigenen Korrekturfaktor, der bei der Auswertung der Augeninnendruckmessung eine wichtige Rolle spielt.

Endothelzellmessung

Bei einigen Menschen ist eine Schwäche oder erhöhte Empfindlichkeit der Hornhautstruktur bereits angeboren. Die ersten Hinweise für eine Schädigung der Hornhaut finden sich in aller Regel an der Innenschicht, also dem Endothel der Hornhaut. Bei Abnahme der Zellzahl oder bei Veränderung der Größe der Zellen besteht die Gefahr, dass die Hornhaut bei Belastungen trüb wird. Deshalb sollten die Endothelzellen bei Kontaktlinsenträgern regelmäßig untersucht werden. Mit dem Endothelmikroskop werden die Hornhautzellen gezählt und deren Struktur computergestützt ausgewertet. 

Behandlung

Es gibt viele unterschiedliche Behandlungsmethoden, die je nach Art und Schwere der Hornhautentzündung durchgeführt werden können.

Bei einer bakteriellen Hornhautentzündung erfolgt eine antibakterielle Therapie, je nach Ausprägung und Keimart.

Die Folgen eines Keratokonus lassen sich mit Brille oder Kontaktlinsen korrigieren.

Ist die Sehschärfe durch Keratokonus so weit reduziert, dass auch mit Brille oder Kontaktlinse keine Sehverbesserung zu erzielen ist, besteht die Möglichkeit einer Hornhautverpflanzung.

Eine weitere Methode zur Behandlung von Keratokonus-Patienten ist das Crosslinking: Man geht davon aus, dass bei Keratokonus-Betroffenen eine Störung der Kollagenfaser-Vernetzung in der Hornhaut vorliegt. Durch die Bestrahlung mit UV-Licht und das Einwirken einer medizinischen Lösung kann die Vernetzung und Stabilität der Kollagenfasern in der Hornhaut verbessert werden.


Grauer Star (Katarakt)

Katarakt

Grauer Star

Als Grauen Star bezeichnet man eine Trübung der Augenlinse. Die häufigste Ausprägung ist der sogenannte Altersstar, der meist ab dem 60. Lebensjahr auftritt. Der Graue Star ist in der modernen Medizin durch eine Kataraktoperation schnell und effektiv behandelbar. 

Symptome

Die Symptome des Grauen Stars sind abhängig vom Stadium. Das viel zitierte „Schleiersehen/Grausehen“ wird erst im fortgeschrittenem Stadium vom Patienten wahrgenommen.

Frühstadium

Leicht erhöhte Blendempfindlichkeit, verminderte Kontrastwahrnehmung, die das Sehen in der Dämmerung oder bei Dunkelheit erschwert. Beginnendes unscharfes Sehen in der Nähe und/oder der Ferne.

Fortgeschrittenes Stadium

Zunehmendes Schleiersehen, stärker eingeschränkte Farb- und Kontrastwahrnehmung mit der Folge einer schlechten Nachtsicht und einer farbärmeren Tagsicht. Erhöhte Blendempfindlichkeit und verminderte Hell-Dunkel-Anpassung, weitere Sehverschlechterung in der Nähe und/oder in der Ferne.

Wie wird der Graue Star behandelt?

Gegen den Grauen Star gibt es nur eine sinnvolle Maßnahme: die Katarakt- oder „Star“-Operation.

Der Graue Star kann nicht mit Medikamenten geheilt werden. Im Frühstadium kann durch eine Änderung der Brillenstärke vorübergehend eine Verbesserung der Sehleistung erzielt werden. Letztendlich ist aber eine Operation und das Einsetzen einer neuen, künstlichen Linse die einzig effektive Behandlungsmöglichkeit.

Sie haben Fragen zu der Grauen-Star-OP?
Wir helfen Ihnen gerne weiter.


Grüner Star (Glaukom)

Glaukom

Grüner Star

Grüner Star (Glaukom) ist eine anfangs fast symptomfreie, aber gefährliche Erkrankung, die im späteren Stadium zum Verlust von Nervenzellen der Netzhaut und zu einer Schädigung des Sehnervs führen kann.

Symptome

Typisch für die späten Stadien einer Glaukomerkrankung sind punkt- oder bogenförmige Ausfälle im Gesichtsfeld, die sich anfangs auf den Randbereich beschränken. Mit dem Fortschreiten der Krankheit kann es zu großflächigen Ausfällen kommen, die letztlich nur noch eine Sehleistung im zentralen Bereich zulassen oder zu einer vollständigen Erblindung führen. Im Frühstadium werden diese Gesichtsfeldausfälle häufig durch das Gehirn kompensiert und können nur durch eine augenärztliche Untersuchung erkannt werden.

Diagnostik

In unseren Praxen bieten wir eine hochmoderne Diagnostik zur Früherkennung und Verlaufsbeurteilung eines Glaukoms an: wir prüfen u. a., ob bei Ihnen Gesichtsfeldausfälle vorliegen (Perimetrie), messen Ihren Augeninnendruck sowie die Hornhautdicke und können Schädigungen des Sehnerven mit der äußerst sensitiven Nervenfaserschichtanalyse beurteilen.

Therapie

Medikamentöse Therapie:

In aller Regel wird ein Glaukom zunächst medikamentös mit Augentropfen behandelt, die den Augendruck senken. Vielen Patienten kann damit geholfen werden.

Operative Behandlung

Wenn die Behandlung mit Augentropfen nicht ausreichend oder die Anwendung schwierig ist, haben wir zusätzlich die Möglichkeit mittels bestimmten Laser- oder Operationstechniken den Augendruck zu senken:

Kanaloplastik:
Die Kanaloplastik ist eine neu entwickelte, minimal-invasive Technik zur operativen Behandlung des Glaukoms. Bei der Kanaloplastik wird der natürliche Abflusskanal des Auges mit einem speziellen Mikrokatheter erweitert. Damit verbessert sich der natürliche Abfluss des Augenwassers.

Trabekulektomie:
Dies ist heute die Standardoperation beim chronischen oder Offenwinkelglaukom. Bei dieser Operation wird ein neuer Abfluss für das Kammerwasser unter die Bindehaut geschaffen.

Selektive Laser Trabekuloplastik (SLT):
Bei diesem neuen und schonenden Laserverfahren wird durch Laserherde, die in das Trabekelnetzwerk (Halteapparat der Iris) gesetzt werden, eine Verbesserung des Kammerabflusses erreicht. Der Eingriff wird unter lokaler Betäubung ambulant durchgeführt und ist für den Patienten meist schmerzfrei.

Laser-Iridektomie:
Sie dient ausschließlich zum Ausgleich von Druckdifferenzen zwischen der vorderen und hinteren Augenkammer (z.B. beim akuten Winkelblockglaukom). Die Druckdifferenz wird beseitigt, indem mit einem Laser ein kleines, Loch in den Rand der Regenbogenhaut gestanzt wird.


Makuladegeneration

Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Makuladegeneration

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist in Deutschland die häufigste Ursache für eine Erblindung bei den über 50-Jährigen. Durch frühzeitiges Erkennen und eine gezielte Behandlung lässt sich eine Erblindung in den meisten Fällen deutlich hinauszögern oder sogar verhindern.

Symptome

Die Sehstörungen bei der AMD äußern sich je nach Stadium ganz unterschiedlich:

  • unscharfe Konturen und schwache Kontraste
  • erhöhte Blendungsempfindlichkeit
  • gerade Linien erscheinen wellig oder verzerrt (sog. „Metamorphopsien“)
  • grauer, unscharfer Fleck, der im zentralen Sichtbereich beginnt und sich im weiteren Verlauf weiter ausbreitet (fortgeschrittenes Stadium)

Wenn anfangs nur ein Auge betroffen ist, werden die fehlenden oder fehlerhaften Informationen des kranken Auges vom gesunden Auge lange Zeit ausgeglichen und Frühstadien einer AMD werden häufig spät erkannt.

Diagnostik

Wir bieten in unserem Makulazentrum Augsburg die neuesten Verfahren für eine umfassendende Diagnostik und Verlaufskontrolle von Makulaerkrankungen, wie z.B.

  • die Fluoreszenzangiographie (FLA)
  • die Optische Kohärenztomographie (OCT)
  • die Blue Laser Autofluoreszenz (BluePeakTM)

Therapie

Seit einigen Jahren stehen sehr effektive und moderne Therapieverfahren zur Behandlung der feuchten AMD (einer Form der AMD, die schnell zur Verschlechterung der Sehfähigkeit führt) zur Verfügung: Sog. VEGF-Hemmer werden in regelmäßigen Abständen direkt in den Glaskörper injiziert (Intravitreale Injektion).

VEGF steht für Vascular Endothelial Growth Factor – ein Wachstumsfaktor der für die Erneuerung von Blutgefäßen verantwortlich ist. Dieser Faktor ist bei der AMD überaktiv und es wachsen neue, undichte Blutgefäße in die Netzhaut ein.

VEGF-Hemmer wie z.B. Lucentis®, Eylea® und Avastin® können diese Überproduktion aufhalten, sodass krankhafte Gefäßneubildungen verhindert werden und das bereits erkrankte Netzhautgewebe sich erholen kann. Der Glaskörperraum des Auges wirkt dabei als Medikamentenreservoir und gibt über mehrere Wochen permanent Wirkstoff an die Netzhaut und die Aderhaut ab. Die Behandlung ist effektiv und dank betäubender Augentropfen nahezu schmerzfrei, allerdings muss sie in regelmäßigen Zeitabständen wiederholt werden, ebenso wie auch regelmäßige Kontrolluntersuchungen notwendig sind.

Durch die intravitreale Injektion von VEGF-Hemmern lässt sich das Fortschreiten der feuchten AMD in vielen Fällen aufhalten, manchmal bessert sich dadurch sogar die Sehleistung.


Netzhauterkrankungen

Moderne Netzhaut-Diagnostik

Netzhauterkrankungen

Die Netzhaut ist für das Auge, was der Film für die Kamera ist. Sie erzeugt die Bilder, die über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet und wahrgenommen werden.

Die etwa 130 Millionen Sinneszellen in der Netzhaut des Auges sind anspruchsvoll: Jede Störung des Stoffwechsels kann sie irreparabel schädigen. Erkrankungen führen häufig zu starken Beeinträchtigungen des Sehens oder sogar zur Erblindung.

Symptome von Netzhauterkrankungen

  • Verschlechterung des zentralen und des peripheren Sehens
  • Verzerrtes Sehen
  • Wahrnehmung von plötzlichen Lichtblitzen
  • Schwärme von schwarzen Punkten, die am Auge vorbei ziehen
  • Ein eingeschränktes Gesichtsfeld
  • Wahrnehmung von Schatten
 

Bei einem oder mehreren dieser Symptome sollte dringend der Augenarzt aufgesucht werden, da eine Erkrankung der Netzhaut vorliegen könnte.


Hornhauterkrankungen

Diagnose und Behandlung

Hornhauterkrankungen

Alles, was die Hornhaut trübt oder verkrümmt, wirkt sich negativ auf die Sehleistung aus. Eine Hornhauterkrankung macht sich deshalb irgendwann durch schlechte Sicht bemerkbar. Jedoch können einige Krankheiten sehr langsam verlaufen und im Frühstadium nicht erkannt werden. 

Symptome

Eine Hornhauttrübung bemerken Sie durch ein Nachlassen der Sehschärfe und erhöhte Blendempfindlichkeit. Bei dem „trockenen Auge“ verschlechtern beispielsweise Sehanstrengungen wie Lesen oder Computerarbeit die Symptome.
Die Augenkrankheit Keratokonus macht sich zuerst durch häufige Änderungen der Brillenstärke bemerkbar. Auch Doppelbilder, Schlieren und sternförmige Strahlen können auftauchen.

Achten Sie vor allem auf:

  • Häufig wechselnde Brillenstärke
  • Milchiges, verschwommenes Sehen
  • Schwankende Sehkraft im Tagesverlauf
  • Blendempfindlichkeit
  • Rötung und Brennen des Auges (Sandkorngefühl)

Diagnostik

Hornhauttopographie 

Die Hornhautoberfläche ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Mit Hilfe der Hornhauttopographie ist es möglich, eine dreidimensionale bildliche Darstellung der Hornhautoberfläche zu erzeugen. Der Nutzen dieser Untersuchung ist vielfältig. Sie ermöglicht es, krankhafte Veränderungen der Hornhaut schon frühzeitig zu erkennen (z. B. krankhafte Auswölbungen der Hornhaut – Keratokonus). 

Pachymetrie (Hornhautdickenmessung) 

Die individuelle Hornhautdicke eines jeden Menschen hat einen starken Einfluss auf die Exaktheit der Augeninnendruckmessung. Die Messung der Hornhautdicke ergibt für jede Hornhaut einen eigenen Korrekturfaktor, der bei der Auswertung der Augeninnendruckmessung eine wichtige Rolle spielt.

Endothelzellmessung

Bei einigen Menschen ist eine Schwäche oder erhöhte Empfindlichkeit der Hornhautstruktur bereits angeboren. Die ersten Hinweise für eine Schädigung der Hornhaut finden sich in aller Regel an der Innenschicht, also dem Endothel der Hornhaut. Bei Abnahme der Zellzahl oder bei Veränderung der Größe der Zellen besteht die Gefahr, dass die Hornhaut bei Belastungen trüb wird. Deshalb sollten die Endothelzellen bei Kontaktlinsenträgern regelmäßig untersucht werden. Mit dem Endothelmikroskop werden die Hornhautzellen gezählt und deren Struktur computergestützt ausgewertet. 

Behandlung

Es gibt viele unterschiedliche Behandlungsmethoden, die je nach Art und Schwere der Hornhautentzündung durchgeführt werden können.

Bei einer bakteriellen Hornhautentzündung erfolgt eine antibakterielle Therapie, je nach Ausprägung und Keimart.

Die Folgen eines Keratokonus lassen sich mit Brille oder Kontaktlinsen korrigieren.

Ist die Sehschärfe durch Keratokonus so weit reduziert, dass auch mit Brille oder Kontaktlinse keine Sehverbesserung zu erzielen ist, besteht die Möglichkeit einer Hornhautverpflanzung.

Eine weitere Methode zur Behandlung von Keratokonus-Patienten ist das Crosslinking: Man geht davon aus, dass bei Keratokonus-Betroffenen eine Störung der Kollagenfaser-Vernetzung in der Hornhaut vorliegt. Durch die Bestrahlung mit UV-Licht und das Einwirken einer medizinischen Lösung kann die Vernetzung und Stabilität der Kollagenfasern in der Hornhaut verbessert werden.